Hard to Get

Das Flugzeug ist nach dem Beschuss und dem Absprung der Besatzung führerlos weitergeflogen. Nachdem der Tank leer oder die rechte Tragfläche abgefallen war (diese wurde in Brunkensen nicht gefunden), stürzte die Hard to Get ab und traf Brunkensen.In den amerikanischen Archiven wurde lange Zeit als Absturz-Ort Celle vermutet, dieses konnte jetzt aber geändert werden.

Nach unserer Recherche müsste das Flugzeug aus Richtung Holland kommend im Raum Verden Visselhövede von der ME 262 angegriffen worden sein und im rechten Flügel einen Treffer abbekommen hat, worauf im Flügel ein Brand ausbrach, stieg die 9 köpfige Besatzung ca. 12.30Uhr (bei allen größeren Angriffen wird eine X-Zeit meißt eine Stunde früher festgelegt) mit den Fallschirmen aus und kam in Bergen in das damalige Stadtgefängnis.

Da die Maschine auf Autopilot gestellt war flog diese noch ca.1 Std. ohne Besatzung weiter und vermutlich gut getrimmt durch Flugblätter an Bord, die in Höhe Neumünster abgeworfen werden sollten, durch den beschädigten Flügel einen großen Vollkreis wieder in Richtung Norden, Sie stürzte nach unserer Zeit um 12.30 Uhr durch leere Tanks (Treibstoffmangel) in Brunkensen ab.

Wie wurde das Flugzeug gefunden?

Nachdem das Flugzeug in Brunkensen abgestürzt war, hatte Herbert Paust, wie bereits erwähnt, den Flieger-Overall gefunden, in dem der Ausweis von Howard L. Johnson steckte. Da die Amerikaner aus Richtung Lippoldshöhle kamen versteckte Herr Paust den Overall mit samt Ausweis unter einer Brücke. Als Herr Paust Tage später den Overall holen wollte, war dieser nicht mehr auffindbar. 58 Jahre lang merkte Herr Paust sich den Namen Howard L. Johnson. Die zerbrochenen Wrackteile des Flugzeugs lagen mehrere Monate in der Feldmarkt eh der Rest abtransportiert wurde und in der Gießerei Brucks eingeschmolzen wurde.

Ich habe von dem Absturz des Bombers erfahren, nachdem ich die Heimatstube in Brunkensen besuchte. Dort liegen Handzettel, die sich im Bombenschacht im Flugzeug befanden, sowie ein Abdeckblech vom Motor der B-17. Ich befragte ältere Bewohner aus Brunkensen, ob jemand etwas über den Absturz erzählen kann. Nachdem ich mich mit Herrn Paust unterhielt, teilte dieser mir sein Wissen mit und nannte mir den Namen Howard L. Johnson. Dann begann ich, das Internet nach entsprechenden Seiten und Foren zu durchsuchen. Ich lernte einige Leute kennen, die mir die entsprechenden Tips gaben. Nach und nach stieß ich auf Seiten, die es mir ermöglichten Datenbanken in den USA abzufragen. Unter anderem eine Seite der 390th BG. Ich gab auch hier in der Datenbank den Namen von Howard L. Johnson ein und wurde fündig. Es stellte sich heraus, das dieser Mr. Johnson am 7. April 1945 in einer B-17 mit dem Namen Hard to Get, welche gegen Mittag angeschossen wurde, abgestürzt ist.

Es musste sich somit wohl um die Brunkensener B-17 handeln.

Die Datenbank gab mir weitere Daten, die mir unter anderem die Flugzeug-Nummer, die Mannschaft Nummer, alle geflogenen Einsätze, den Namen des Piloten sowie der Besatzung der Hard to Get verrieten. Nun machte ich mich weiter auf die Suche nach heute noch lebenden Personen der Hard to Get, die am Absturztag an Bord der Maschine waren und stieß auf Mr. Bowler aus Springfield. über eine Bekannte in Boulder, USA, bekam ich Kontakt mit Mr. Bowler. Der inzwischen 84-jährige war sehr überrascht, denn die Crew der B-17 hatte nicht mehr damit gerechnet, jemals wieder etwas über das Flugzeug zu hören.

Mr. Bowler konnte mir alles, was ich über die B-17 herausgefunden hatte, bestätigen.

Mehr über die Hard to Get unter: http://www.hard-to-get.org