Bomben
Napalm-Bomben
In der zweiten Hälfte des Jahres 1944 erschien die verbesserte, mit Petrolat gefüllte Napalm-Bombe. Als Brandbomben der C-Klasse bekannt, hatte sie ein Fassungsvermögen von 108 US-Gallonen (ca. 408 l). Diese Bomben wurden nur auf wenigen Einsätzen verwendet. Eine B-17 transportierte vier solcher Bomben, wobei jeder Tank mit winzigen Zeitzündeinrichtungen versehen war.
Splitterbomben
Diese Bomben wurden zur Unterstützung von Bodentruppen gegen feindliche Einheiten eingesetzt. Dazu wurden 20 Pfund M41 Bomben in Bündeln von jeweils 120 Pfund und 500 Pfund angebracht. Dabei handelte es sich um sehr leichte Bomben, wobei das B-17 Nordon-Bombenzielgerät mit einer speziellen Berechnungstabelle benutzt werden musste, um die maximale Entfernung zwischen dem Flugzeug und dem Auftreffpunkt zu erzielen.
Giftgasbomben
Die US 8th Air Force lagerte während des Krieges Giftgasbomben als Abschreckungsmittel. Davon gab es zwei Typen, von denen beide in Großbritannien hergestellt wurden: die 400 Pfund "Flying Crow" Senfgasbombe und die 500 Pfund-Phosgengasbombe.
VB-1 AZON-Bombe
Hierbei handelt es sich um eine normale 1000 Pfund-Bombe, die über einen speziellen Schwanzansatz verfügte. Dieser ermöglichte es, die Bombe aus einer Höhe von 20.000 Fuß (ca. 6000 m) mit einer maximalen Abweichung von 200 Fuß (ca. 60 m) zu beiden Seiten des Ziels zu steuern. Dazu bediente sich das sinkende Flugzeug eines AN/ARW-9-Senders.
GB-1 Gleitbombe
Diese bestand aus einer M34 2000 Pfund-Bombe, die an einer der 12 Fuß ( ca. 3,6 m) langen Spanngleiteinrichtung angebracht war und an die Bombenschäkeln unter den Tragflächen der B-17 befestigt wurde. Ein Flugzeug konnte jeweils zwei Gleitbomben transportieren. Im Prinzip eine Freifallbombe, verfügte sie über eine Stabilisierungseinrichtung, mit der sie gesteuert werden konnte. Die Bombe erwies sich nur ein einziges Mal als unzuverlässig und das war der Angriff auf Köln im April 1944.
GB-4
Eine radiogesteuerte Bombe mit einer in der Spitze eingebauten Kamera, die ein Fernsehsignal über einen Aktionsradius von 15 Meilen sendete. Sie wurde jedoch nur einmal von einer B-17 auf einem Einzeleinsatz benutzt.
Disney-Raketenbombe
Diese 4500 Pfund-Bombe wurde entwickelt, um die U-Boot-Bunker aus dickem Beton zu durchdringen. Sie begann ihren Flug als Freifallbombe, bis auf einer Höhe von 5000 Fuß (1500 m) ein Raketenmotor eingeschaltet wurde, der das Geschoss mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2400 Fuß (720 m) pro Sekunde auftreffen ließ. Die Bombe konnte 20 Fuß (6 m) tief in den massiven Beton eindringen, bevor sie explodierte und wurde vom 92. Geschwader am 14.März 1945 zum ersten Mal eingesetzt.