Einsatzablauf
Währenddessen bereitet das Bodenpersonal die B-17 auf den bevorstehenden Flug vor. Die Propellerblätter werden angezogen und dreimal um die Achse gedreht, um überschüssigen Treibstoff zu entfernen, der über Nacht vielleicht durchgesickert ist. Der leitende Technische Offizier führt seine Kontrollen durch. Er schaltet die Batterie und die Zündung ein und überprüft, dass die Pole der Transformer nicht kurzschließen. Die Treibstoffverstärkerpumpe wird eingeschaltet, der Druck überprüft und die Drosselung auf 1000 U/min eingestellt. Er lässt den ersten Motor an, dann die drei anderen. Das Turbo-Aufladesystem, das ermöglicht, dass die 1200 PS Motoren auf einer Höhe von 20.000 bis 30.000 Fuß (6000 - 9000 m) mit voller Leistung laufen können, wird zusammen mit den Reglern zum anstellen der Propellerblätter einer Kontrolle unterzogen. Dann werden die am Vortag gemeldeten Maschinenfehler noch einmal gründlich überprüft.

Zur selben Zeit erscheint ein Munitionslastwagen und lädt 10 Holzkisten mit jeweils 0,50 Kaliber-Munition vor der hinteren Rumpfluke des Flugzeugs ab. Die 0,50 Kaliber-Maschinengewehre werden im Flugzeug installiert. Jedes hat ein Gewicht von 64 Pfund (ca. 29 kg) und ist in der Lage, bei einer maximalen Reichweite von 3500 Fuß (ca. 1050 m) 750 Schüsse pro Minute abzufeuern. Jedes Magazin enthält 365 Schüsse.
Nun werden die Treibstofftanks aufgefüllt. Die B-17G kann maximal 2780 Gallonen (ca. 10.500 l) Treibstoff aufnehmen und verfügt zwischen den beiden Motoren an jeder Tragfläche über fünf Füllpunkte. Bei den Tanks handelt es sich um schusssichere "Tokio-Tanks", die aus einem Gummiverbundstoff gefertigt sind und sich aus 18 kleinen Zellen zusammen setzen. Die Räder werden überprüft und jegliche öllecks der Motoren nach Zeichen einer Verschlechterung untersucht. Dann wird die Sauerstoffversorgung überprüft. Diese besteht aus 18 leichten Metallflaschen, von denen jede ein Besatzungsmitglied auf einer Höhe von 30.000 Fuß 5 Stunden lang mit Sauerstoff versorgt.